Wer zahlt, darf fragen

Akademieleiter Christian Arns präsentiert in seinem Workshop beim Kommunikationskongress 2014 Akademieleiter Christian Arns referiert in seinem Workshop beim Kommunikationskongress 2014 „die 10 schönsten Fehler der internen Kommunikation“

Kommunikationsexperten küren „Die 10 schönsten Fehler der internen Kommunikation“

„Information ist eine Holschuld der Mitarbeiter.“ Dieses Zitat eines Geschäftsführers ist der größte Irrtum der internen Kommunikation. Rund 90 Workshop-Teilnehmer kürten ihn beim Kommunikationskongress 2014 in Berlin zum Sieger. Auf Platz 2 landeten Betriebsfeste, zu denen die Belegschaft Eintritt zahlen muss. Rang 3: Befragungen der Mitarbeiter, deren Ergebnisse nicht veröffentlicht werden.

Beim Workshop der Deutschen Presseakademie hatten die Kommunikationsexperten in einer halben Stunde mehr als 40 typische oder besonders ärgerliche Fehler zusammengetragen. Moderator Christian Arns hatte dabei die Tätigkeitsfelder Mitarbeiterzeitschrift, Intranet, Personalgespräch und Betriebsversammlung vorgegeben, aber auch „Spezialdisziplinen der Motivations-Zerstörung“ zugelassen. Anschließend wurde lautstark über die ersten Plätze abgestimmt.

Auf spontanes Gelächter stieß die Unart, bei Betriebsversammlungen nur Fragen zuzulassen, die vorher schriftlich eingereicht wurden. Akademieleiter Arns: „Besonderen Spaß hatten die Teilnehmer daran, verschiedene Grausamkeiten zu kombinieren. Nur wer Eintritt zahlt, darf eine Frage für die Betriebsversammlung einreichen.“

Bereits seit sechs Jahren lädt die Deutsche Presseakademie beim Kommunikationskongress zum Workshop „Die 10 schönsten Fehler“ ein. Arns: „Es tut einfach gut, sich mal so richtig über die eigene Branche zu amüsieren!“

 

Die schönsten Fehler im Überblick:

 

   1. Das Zitat eines Geschäftsführers: „Information ist eine Holschuld der Mitarbeiter.“

   2. Betriebsfeste, zu denen Mitarbeiter Eintritt zahlen müssen

   3. Befragungen der Mitarbeiter, deren Ergebnisse nicht veröffentlicht werden

   4.  von der Geschäftsführung zensierte Mitarbeiterzeitschriften

   5. bei Betriebsversammlungen nur vorher eingereichte Fragen zulassen

   6.  Mitarbeitergespräche mehrfach verschieben

   7.  nach innen andere Botschaften als nach außen kommunizieren

   8.  Mitarbeiter in der internen Zeitschrift nicht zu Wort kommen lassen

   9. als Geschäftsführung nicht zur Betriebsversammlung kommen

   10. zentrale Informationen zunächst über externe Medien kommunizieren