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Unternehmenskommunikation 4.0 – Erfolgreich kommunizieren in Netzwerkstrukturen // Berlin: 8.06.2018, München 12.11.2018

Liebe Silvia Hänig – Ihr Beratungsfokus ist verknüpft mit den Themenbereichen Digitalisierung und Tech-Unternehmen. Wie können Frauen sich in diesem Arbeitsfeld stärker positionieren – wie werden Frauen sichtbarer?

Indem sie selbstbewusst mit ihrer eigenen Perspektive auf die Dinge in Erscheinung treten und diese in der öffentlichen Debatte argumentativ stützen und verteidigen. Nehmen Sie als Beispiel die Industrie „Smart home“. Hier geht es im Wesentlichen darum, den Endkunden emotional zu erreichen und ihm den Mehrwert von sprechenden Geräten und einer vernetzten Küche schmackhaft zu machen. Ein klares Spielfeld der Frauen. Was aber tun die meisten Anbieter dieser Industrie? Sie kommunizieren die Reife ihrer Produkte sowie die technische Machbarkeit. Frauen haben einen anderen Zugang zu dieser Thematik und könnten für die Hersteller hier vielmehr punkten. Ein Trumpf, den viele Unternehmen im Ärmel haben, ihn aber noch nicht gezogen haben. Damit ist gemeint, dass es bei der Digitalisierung nicht allein darum geht, sich als Personal Brand in Szene zu setzen, sondern vor allem die Spitzenleistung des Unternehmens aus der weiblichen Perspektive zu fördern. 

 

Welche Wege und Maßnahmen gibt es, um auch „Netzwerk“-Verweigerer in einem Unternehmen, die sich also gegen alle social media tools sträuben, vom Kommunizieren in Netzwerkstrukturen zu überzeugen?

Generell geht es dabei immer um die glaubhafte Kommunikation des persönlichen Mehrwertes, und das gilt generationenübergreifend. Erkennt ein Mitarbeiter nicht den Sinn, bzw. den Zugewinn, den die Arbeit über social media oder social collaboration für ihn hat, wird er diese Plattformen ignorieren oder sogar boykottieren. Diese Erfahrung haben in den vergangenen Jahren vor allem die Anbieter von enterprise social networks machen müssen. Sie haben erkannt, dass es nicht von heute auf morgen klappt, einen entsprechenden Roll-out hinzubekommen und dass das Arbeiten in Netzwerkstrukturen eben kein IT-Projekt ist.

Aus dieser Erkenntnis entwickelten sich dann reihenweise Consulting-Abteilungen. Grundsätzlich geht es darum, herauszufinden, welches Selbstverständnis und welche Fähigkeiten bringt ein Mitarbeiter mit, um in vernetzten Kontexten, entsprechende Technologie zu nutzen. Dabei spielen auch organisatorische und kulturelle Aspekte eine Rolle. Lösungsräume können nur so weit gespannt werden, wie es die Bereitschaft der Organisation sowie des Mitarbeiters zulässt. Die Veränderungsbereitschaft lässt sich meiner Meinung nach – kommunikativ betrachtet – am besten dadurch beeinflussen, indem eine große Transparenz über neue Projekte, neue Arbeitsweisen und persönliche Perspektiven geschaffen wird. Dabei muss es aber auch erlaubt sein, schwierige Themen offen anzusprechen und zu diskutieren. Die Plattformen sind dann quasi das Spielfeld, um diese Art der Kommunikation zu erproben und entsprechende Rückschlüsse zu ziehen.  

 

Warum ist kommunizieren in Netzwerkstrukturen so entscheidend und wie ist der Kurs „Unternehmenskommunikation 4.0“ aufgebaut?

Der Kurs ist direkt aus der kommunikativen Anwendungspraxis entstanden und enthält daher auch nur Elemente, die wirklich relevant für den eigenen Arbeitsbereich von Marketiers oder Kommunikatoren sind. Gerade in der Kommunikation geht es immer stärker darum, aus thematischen Strömungen und öffentlichen Diskussionen die richtigen Kommunikationslogiken für das Unternehmen zu entwickeln. Hier geht es meist um unvorhersehbare Aspekte, die kommunikativ schnell eingeordnet werden müssen. Das Ganze passiert über interne und auch externe Netzwerke. Und der Kommunikator wird zum Querschnittsmanager, der Themen aus dem Netzwerk für die eigene Organisation richtig deuten können und sie im Verbund mit anderen Bereichen wie Sales oder HR zu relevanten Botschaften formen muss.

Es geht im Kurs vor allem darum, wie die Netzwerk-Kommunikation die bisherigen Kommunikationsgewohnheiten aushebelt, wie es mit Entscheidungswegen und Verantwortlichkeiten in Netzwerkstrukturen aussieht, was das für die Themenschwerpunkte in der Kommunikation bedeutet und welche Tools hier wie funktionieren.

 

 

Silvia Hänig ist Dipl.-Kauffrau und war vor der Gründung ihrer eigenen Beratung bei den internationalen Netzwerk-Agenturen Maisberger WhiteOaks sowie Waggener Edstrom in leitenden Positionen für internationale Konzerne tätig. Seither lenkt sie mit iKOM Strategische Kommunikation im Netzwerkbund Kommunikationsprojekte auf Top-Management-Ebene. Ihr Beratungsfokus liegt dabei auf proaktivem Issue Management, Neupositionierung von Technologie-Unternehmen im digitalen Umfeld sowie auf Executive / Social und Gender Positionierung in vernetzten Arbeitsumgebungen.

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